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Baufinanzierung – Was zu beachten gilt

28 Oct 2022— 07:10 Uhr

Wie bekomme ich als Selbstständiger eine Baufinanzierung?
Um eine Baufinanzierung zu erhalten, müssen die Antragsteller eine Bonitätsprüfung durchlaufen. Dabei überprüfen die Banken, ob die Versicherten kreditwürdig sind. Und zu deren Ermittlung ziehen die Kreditgeber in erster Linie das Einkommen heran. Nun haben Selbstständige zwar ein Einkommen, allerdings kein regelmäßiges. Ihre Einnahmen schwanken und fallen mal höher und mal niedriger aus. Werden sie krank, haben sie unter Umständen gar keine Einnahmen mehr. Für die Bank bedeutet diese Situation ein erhöhtes Risiko. Deshalb wird die Kreditwürdigkeit eines Selbstständigen besonders kritisch betrachtet. Zwar bewerten es die Banken positiv, wenn ein hohes Einkommen besteht, allerdings wissen sie auch, dass dieses wegfallen kann, wenn die Aufträge einbrechen. Daher ist es für Selbstständige auch komplizierter, eine Baufinanzierung abzuschließen.
Worauf achten Banken bei einer Immobilienfinanzierung für Selbstständige und Freiberufler?
Die Selbstständigkeit sollte mindestens seit 3 Jahren bestehen.
Selbstständige und Freiberufler sollten auf jeden Fall eine Baufinanzierung frühzeitig planen, denn die meisten Banken setzen voraus, dass die Selbstständigkeit seit mindestens 3 Jahren besteht. Innerhalb der ersten 3 Jahre werden Selbstständige üblicherweise als Existenzgründer abgelehnt. Ist Ihre Unternehmung noch keine 3 Jahre alt, so bietet sich die Möglichkeit, einen zweiten Darlehensnehmer (wie zum Beispiel den Ehepartner) mit ins Boot zu holen. Dabei sollte der Ehepartner idealerweise über eigene Einnahmen aus einem Angestelltenverhältnis verfügen.
Einkommen
Kreditinstitute schauen vor allem auf den Gewinn vor Steuern. Dieser sollte deshalb möglichst keinen starken Schwankungen unterworfen sein und idealerweise eine steigende Tendenz aufweisen. Die meisten Kreditgeber bilden aus dem Vorsteuergewinn der letzten 3 Jahre einen Durchschnittswert. Von diesem Durchschnittswert wird ein Abschlag von bis zu 30 % vorgenommen, der die abzuführenden Steuern und die Altersvorsorge berücksichtigt. Den verbleibenden Teil sehen Darlehensgeber als Nettoeinkommen an, welches sie in ihren Haushaltsrechnungen ansetzen und von welchem die Immobilienfinanzierung zu bestreiten ist.
Einkünfte im Rentenalter
Läuft der Immobilienkredit aufgrund der Tilgungshöhe kalkulatorisch in das Rentenalter hinein, müssen Selbstständige und Freiberufler Einkünfte oder Rentenansprüche in ausreichender Höhe nachweisen. Dies stellt für viele Selbstständige ein Problem dar, da sie davon ausgehen, dass sie bis ins hohe Alter arbeiten werden und dementsprechend keine Rentenvorsorge betrieben haben bzw. nicht über private Altersvorsorge oder anderweitige Renteneinkünfte in hinreichender Höhe verfügen. Banken kalkulieren jedoch in der Regel bei Selbstständigen mit demselben Renteneintrittsalter wie bei angestellten Kreditnehmern und berücksichtigen daher ab Renteneintritt keine Einnahmen aus der Selbstständigkeit.
Ärzte und Anwälte werden bevorzugt, Gastronomen und Händler benachteiligt
Kreditanstalten bewerten zudem die Branchen der Antragsteller unterschiedlich. Als problematisch gelten etwa Gastronomen, KFZ-Händler oder Betreiber von Sonnen- und Fitnessstudios. Generell gestaltet sich eine Baufinanzierung für Freiberufler (wie etwa Anwälte, Gutachter oder Ärzte) um vieles einfacher als für Selbstständige und Gewerbetreibende (etwa Unternehmer, Händler oder Handwerker). Deswegen gilt für diese Zielgruppe besonders:
Ein höherer Eigenkapitaleinsatz verbessert die Chancen auf Kreditzusage
Vorteilhaft wirkt es sich aus, wenn Sie viel Eigenkapital in Ihre Haus- oder Wohnungsfinanzierung einbringen. Das erhöht nämlich die Sicherheit für die Bank, sodass viele der strengen Vorgaben entfallen.
Die Art der Immobiliennutzung
Wichtig ist ebenfalls das Vorhaben an sich. Wird Wohneigentum für die eigene Nutzung erworben oder soll es vermietet werden und als Altersversorgung dienen, neigen die Banken eher zu einer Zusage, als wenn es sich um eine gewerbliche Immobilienfinanzierung handelt.
Grundsätzlich haben Banken und Selbstständige bei der Prüfung für eine Immobilienfinanzierung einen höheren Aufwand. Als Einkommensnachweise können bei Angestellten und Beamten die letzten Gehaltsnachweise beziehungsweise Bezügemitteilungen ausreichend sein. Arbeitet der/die Antragsteller*in selbstständig oder übt er/sie eine freiberufliche Tätigkeit aus, müssen hingegen mehr Dokumente vorgelegt werden. Hierzu zählen:
  • die letzten Einnahmenüberschussrechnungen oder Bilanzen (je nachdem, ob bilanziert wird oder nicht)
  • aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertungen inklusive Summen- und Saldenliste
  • Einkommensteuerbescheide und Einkommensteuererklärungen
  1. Wie wird sich der Zins in den nächsten Jahren verhalten?
Niemand kann genau vorhersagen, wie sich der Zins in den nächsten Jahren verhalten wird. Zinsprognosen sind immer nur Annahmen, die sich auf die aktuelle Entwicklung der Wirtschaft stützen. Wie jedoch zuletzt die Pandemie und der Krieg in der Ukraine zeigten, lässt sich auch der Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung nicht mit Sicherheit vorhersagen und es kann jederzeit zu Änderungen kommen. Experten gehen davon aus, dass der Zins in den nächsten Jahren steigen wird. Ein Grund dafür dürften die letzten Handlungen der amerikanischen Zentralbank Fed und der EZB sein. Im März 2022 hatte die Fed zum ersten Mal seit 2018 die Zinsen um einen Viertelprozentpunkt angehoben. Wie von Jerome Powell, Chef der Zentralbank, angekündigt, werden weitere Erhöhungen folgen. Dies hat auch die Europäische Zentralbank in Zugzwang gebracht. Denn wird der Zinsabstand zur Fed zu groß, wandert mehr Kapital in die USA. Und dieser Umstand schwächt den Euro, weshalb die EZB reagieren musste und die Zinsen ebenfalls anpasste.           
Aufgrund der hohen Inflation sind weitere Schritte wahrscheinlich, was auch die Zinsen für Baufinanzierungen verteuern könnte. Gleichzeitig geraten durch die Leitzinserhöhung die hoch verschuldeten Staaten im Euro-Raum unter Druck, z. B. Italien. Investoren suchen dadurch Zuflucht in sicheren Staatsanleihen wie den deutschen, was deren Rendite sinken lässt. Das wiederum hat einen positiven Effekt auf die Bauzinsen, die sich an Bundesanleihen sowie Pfandbriefen orientieren.
Die Anhebung des EZB-Leitzinses hat in diesem System vieler Wechselwirkungen also nur indirekten Einfluss auf die Bauzinsen. Experten gehen derzeit von moderat steigenden Zinsen aus, bis Jahresende könnten sie bei 4 % liegen. Wie die Bauzinsenentwicklung 2023, 2025 oder auch 2030 aussieht, lässt sich dagegen nicht abschätzen.

 

Welche Vorteile hat ein Blankokredit gegenüber einer Baufinanzierung?

Ein Blankokredit ist die einfachste Form eines Darlehens. Denn dabei handelt es sich um einen Kredit, der vom Kreditgeber ohne die Bereitstellung von Sicherheiten vergeben wird. Im Zusammenhang mit dem Kauf einer Immobilie bedeutet dies, dass die Bank auf eine Eintragung der Grundschuld verzichtet. Bei einem Blankokredit vertraut der Kreditgeber auf die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers. In der Regel nimmt die Bank eine Bonitätsprüfung vor, bei der sie die Einnahmen des Antragstellers prüft, um sicherzustellen, dass dieser die Rate für den Kredit begleichen kann. Allerdings müssen außer einem regelmäßigen Einkommen keine weiteren Sicherheiten nachgewiesen oder bereitgestellt werden.
Niemand sollte private Anschaffungen teurer mit dem Dispo finanzieren. Der Blankokredit ist eine deutlich bessere Wahl. Nachfolgend finden Sie die entscheidenden Vorteile der Finanzierung erläutert.
Freier Verwendungszweck
Der ausgezahlte Kreditbetrag unterliegt keiner Zweckbindung. Jede/r Kreditnehmer*in entscheidet selbst, wofür er/sie das Geld einsetzen möchte. Es gibt keinerlei Vorgaben oder Einschränkungen.
Einfacher Zugang
Längst wird der Markt von Direktbanken dominiert, die wiederum flexible Finanzierungslösungen geschaffen haben. Auch das Blankodarlehen lässt sich schnell und unkompliziert online beantragen. Abgesehen vom Einkommen ist keine weitere Kreditsicherheit erforderlich.
Günstiger Darlehenszins
Ein wichtiger Punkt sind die eigentlichen Konditionen. Sprechen Sie uns dazu einfach an! Wir erfahren die Zinskonditionen vieler namhafter Banken und sichern damit unseren Zugriff auf attraktive Kreditzinsen.
Zielsichere Tilgung
Egal wie sehr man es sich auch vornimmt, meist fällt es schwer, den Dispo wieder auszugleichen. Ein Darlehen mit konstanten Monatsraten verspricht deutlich mehr Sicherheit. Für den/die Kreditnehmer*in ist genau absehbar, bis wann die Rückzahlung abgeschlossen ist.
Aus genau diesem Grund werden Blankodarlehen gerne für folgende Vorhaben in Anspruch genommen:
  • Andere Kredite ablösen
  • Geld Familienmitgliedern oder Freunden leihen
  • Realisierung privater Projekte
  • Und ja, auch für Schönheitsoperationen

Vor- und Nachteile des Blankokredits
Im Vergleich zu gesicherten Krediten bietet der Blankokredit eine Reihe Vor- und auch Nachteile.
Der wichtigste Vorteil ist die naheliegende Tatsache, dass keine Kreditsicherheiten gestellt werden müssen. Benötigt der Kreditnehmer diese Sicherheiten nicht, kann er sie bei Bedarf auf andere Weise nutzen.
Außerdem werden Blankokredite vor allem dann eingesetzt, um kurzfristige Liquiditätsbedürfnisse zu stillen. Das wiederum bedeutet, dass die Laufzeiten der Blankokredite entsprechend der Höhe recht kurz sind. Zusätzlich kann vereinbart werden, dass die Tilgung des Kredits entweder durch eine einmalige oder regelmäßige Zahlung erfolgt.
Der größte Nachteil bei einem Blankokredit liegt – jedoch stark abhängig vom Anbieter – in den mitunter schlechteren Konditionen und damit verbundenen höheren Kosten. Denn auch wenn der/die Kreditnehmer*in eine gute Bonität und durch erfolgreiche Geschäfte in der Vergangenheit eine entsprechende Vertrauensbasis geschaffen hat, erheben einige Kreditgeber Risikoaufschläge.
Denn wenn es schief läuft, hat die Bank nichts, auf was sie zugreifen könnte – nur auf den/die Kreditnehmer*in.
Dadurch haftet er/sie bei Zahlungsausfällen mit seinem/ihrem gesamten Vermögen. Damit stehen diese Darlehen im Kontrast zur klassischen Baufinanzierung, die besichert und durch die kreditgebende Bank im Grundbuch hinterlegt ist.
Was gibt es für eine Alternative, wenn ich kein/zu wenig Eigenkapital habe?
Sie können erst mieten und dann kaufen!
Als Mietkauf wird ein Immobilienkauf bezeichnet, bei dem der Mieter die Möglichkeit hat die von ihm bewohnte Immobilie nach Ablauf einer bestimmten Frist zu kaufen. Die Immobilie kann in diesem Fall durch die monatliche Miete sowie eine  vereinbarte Restsumme abbezahlt werden. Beim Erwerb der Immobilie wird der bis dahin angesparte Betrag mit dem Kaufpreis verrechnet. Der Eigentümer behält allerdings einen Teil der monatlichen Zahlung als Mietzins ein. So sind theoretisch weder Eigenkapital noch eine Baufinanzierung für den Kauf der Immobilie nötig. Der Mietkauf stellt somit für Mieter, die sich den Wunsch eines Eigenheims erfüllen möchten, jedoch kein oder wenig Kapital beisteuern möchten, eine attraktive Alternative zu der herkömmlichen Immobilienfinanzierung dar. Jedoch muss hier erwähnt werden, dass oft versteckte Kosten oder hohe Preise den Mietkauf zu einer teureren Option als die normale Baufinanzierung machen. 
Mietkauf oder Optionskauf?
Beim Mietkauf werden zwei verschiedene Modelle unterschieden – der klassische Mietkauf und der Optionskauf. Unabhängig davon, für welches Modell Sie sich entscheiden – ein Kreditvergleich ist in jedem Fall zu empfehlen, um den passenden Kredit für Ihre Ziele zu finden.
Besonders sinnvoll ist der Mietkauf, wenn Sie noch nicht über die finanziellen Mittel verfügen, um sich Traum vom Eigenheim sofort zu erfüllen. Denn einen Kredit zur Immobilienfinanzierung erhalten Sie in der Regel nur, wenn Sie bereits einen gewissen Anteil an Eigenkapital vorweisen können.
Allerdings ist auch der Mietkauf nur für Personen ratsam, die über ein hohes Einkommen verfügen. Nicht nur müssen die Mietzahlungen gestemmt werden, auch die monatliche Belastung aufgrund der Sparleistung für den späteren Immobilienkauf sollte nicht unterschätzt werden.
Der klassische Mietkauf
Bei diesem Modell legen Vermieter und Mieter vertraglich fest, wann und zu welchen Konditionen die zunächst gemietete Immobilie endgültig in das Eigentum des Mieters übergeht. Die Kaufsumme inklusive Zinsen wird dem Käufer gestundet, wobei der Mieter seine Schulden in Form von monatlichen Mietzahlungen begleicht. Entweder wird neben der Miete ein Restkaufpreis vereinbart oder der Mieter zahlt die Summe komplett über die Mietzahlung ab. In letzterem Fall dauert es dann deutlich länger, bis der Mieter Eigentümer der Immobilie ist, allerdings erwartet ihn so kein zusätzlicher Kostenblock beim endgültigen Erwerb. Die Restschuld kann auch über ein Darlehen abgegolten werden, wenn der Mieter die Summe bis zum festgelegten Zeitpunkt noch nicht angespart hat.
 
Der Optionskauf
Oftmals bieten Genossenschaften den sogenannten Optionskauf an. Hier wird beim Abschluss des Mietvertrages lediglich die Option eingeräumt, die Wohnung oder das Haus käuflich zu erwerben. Üblicherweise wird ein Zeitraum von bis zu 25 Jahren eingeräumt, nach dessen Ablauf die Immobilie zu einem heute festgelegten Preis gekauft werden kann. Ein gewisser Anteil der Miete wird dann vom Kaufpreis abgezogen. Es besteht keine Verpflichtung, die Immobilie zu kaufen, der Kauf kann also schlussendlich auch abgelehnt werden kann.
Diese beiden Modelle unterscheiden sich insofern, dass beim Optionskauf keine Verpflichtung zum Kauf besteht. Bei der klassischen Variante muss der Mieter bis zu 20 Prozent des Kaufpreises als einmalige Anzahlung leisten.
Diese Anzahlung wird noch vor der notariellen Beurkundung fällig und entspricht dem Eigenkapital, das üblicherweise in die Immobilienfinanzierung eingebracht werden muss. Kann der Mieter kein Eigenkapital vorweisen, wird eine Ratenzahlung vereinbart. Diese sorgt dann dafür, dass die monatliche Belastung für den Mieter deutlich ansteigt.
Er hat außerdem dafür Sorge zu tragen, dass nach dem vereinbarten Zeitraum die Summe für den Restkaufpreis zur Verfügung steht, da er einen verbindlichen Vertrag mit dem Verkäufer eingegangen ist. Zu beachten ist außerdem, dass oft eine einmalige Abschlussgebühr verlangt wird.
Den verbindlichen Vertag gibt es beim Optionskauf nicht, da der Mieter selbst entscheidet, ob der Kauf zustande kommt. Das Optionsrecht des Mieters muss vom Eigentümer im Grundbuch eingetragen werden, um ihm so das Kaufrecht innerhalb eines bestimmten Zeitraums zuzusichern. Die Mieten sind vergleichsweise hoch, da zusätzlich zur Tilgung die Zinsen abgegolten werden.
Durch den hohen Preis wird versucht, den Mieter an den Kauf zu binden – denn die gezahlten Mieten wären ansonsten verloren. Einige Genossenschaften, wie etwa die Wohnbaugenossenschaft, deren Hauptgeschäftszweig das Optionskaufmodell ist, lassen ein dreimonatiges Kündigungsrecht zu und zahlen dem Mieter alle Ansparraten bei Kündigung zurück.
Vorteile und Nachteile des Mietkaufs
Wie bei allen Finanzierungsarten sollte auch beim Mietkauf eine Abwägung zwischen Vor- und Nachteilen erfolgen. Wir listen Ihnen deshalb hier Pro und Contra auf.
Vorteile
Der Mietkauf geht mit einigen Vorteilen einher – sowohl für den Mieter als auch für den Eigentümer bzw. Vermieter:
  • Der Mietzins fällt vergleichsweise höher aus als die reguläre Miete, dem Mieter wird aber vom Verkäufer ein Kredit gewährt.
  • Banken sind in diese Art der Finanzierung nicht involviert, es muss kein Kredit aufgenommen werden.
  • Die in einem festgelegten Zeitraum erbrachten Mietzahlungen werden, wenn auch nicht in voller Höhe, auf den Kaufpreis angerechnet.
  • Das wirtschaftliche Eigentum wird sofort dem Käufer überschrieben.
  • Die Finanzierung des Eigenheims ist selbst bei geringem oder keinem Eigenkapital möglich.
  • Die Raten bleiben über den gesamten Zeitraum stabil, sodass der Käufer damit von der Zinsentwicklung unabhängig ist.
  • Beim Optionskauf bleibt der Mieter flexibel und geht keinerlei Verpflichtungen ein, die Immobilie tatsächlich kaufen zu müssen.
  • Für den Mieter ergibt sich durch den Optionskauf die Möglichkeit, vor dem letztendlichen Kauf eine Weile in dem Haus zu leben, ohne sich durch einen Kauf an diese zu binden.
  • Für den Vermieter hat der Mietkauf den Vorteil, dass er höhere Mieten erzielen kann und ihm das Geld auch dann sicher ist, wenn der Vertrag platzt.
Nachteile
Trotz der auf den ersten Blick überzeugenden Vorteile ist der Mietkauf mit einigen Tücken verbunden, über die Sie sich vorab genau informieren sollten:
  • Letztendlich zahlt der Mieter deutlich mehr, als wenn er die Immobilie sofort kaufen würde.
  • Die finanziellen Konditionen sind meist schlechter als bei einem Bankkredit, da die Mieten über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen und weitere Kosten wie Abschlussgebühren anfallen.
  • Potenzielle Käufer müssen in jedem Fall solvent sein und über ein hohes Einkommen verfügen, um die hohen Mieten zu zahlen und gleichzeitig den verbleibenden Kaufpreis ansparen zu können.
  • Geht der Verkäufer Pleite, bedeutet das in der Regel, dass die gezahlte Miete verloren geht und ein Kauf möglicherweise nicht zustande kommt.
  • Die angebotenen Immobilien sind meist weniger attraktiv, da Immobilienbesitzer versuchen, diese noch über den Mietkauf an den Mann zu bringen.
  • Beim Mietkauf können keine staatlichen Fördermittel genutzt werden.
  • Oftmals muss der Mieter durch die Umlage den eventuell höheren Heizenergieverbrauch mitzahlen. Außerdem muss er anteilig für Instandsetzungen, Reparaturen und Modernisierungen am Haus aufkommen.
  • Da der Mieter juristisch noch kein Eigentümer ist, hat er bei baulichen Maßnahmen, die das gesamte Objekt betreffen, kein Mitspracherecht.
  • Lohnenswert ist der Mietkauf nur dann, wenn der Tilgungsanteil der Miete mehr als 80 Prozent beträgt. Bei einer geringeren Tilgung ist es günstiger, weiterhin zur Miete zu wohnen.
  • Wurde der Vertrag nicht notariell beglaubigt, kann es zu Problemen kommen – der Vertrag ist dann unwirksam.
Quelle: financescout.de, wikipedia
Was kann ein Dachgeschossausbau kosten?
Ein Dachausbau kommt infrage, wenn der Wohnraum vergrößert werden soll. Der Dachbodenausbau wird je nach Umfang selbst genutzt oder kann vermietet werden, um die Haushaltskasse aufzubessern. Bei einer durchschnittlichen Grundfläche von 60 Quadratmetern im Dachgeschoss können sich die Aufwendungen durchaus lohnen. Doch auch wenn Kinder hinzukommen, Eltern im Haus einziehen oder einfach mehr Platz benötigt wird, kann ein Dachausbau als Alternative zum Hausanbau infrage kommen. Die Kosten für einen Dachgeschossausbau lassen sich nur schwer beziffern. Wurde das oberste Stockwerk bereits beim Hausbau für den späteren Ausbau vorbereitet, sind sie meist überschaubar. Wenn im Dachboden jedoch keine Wände gezogen, keine Elektrik und Heizung verlegt wurden, sind die Maßnahmen wesentlich teurer. Zudem spielen die individuellen Ansprüche der Hausbesitzer eine Rolle. Denn diese entscheiden, welche Materialien für den Dachausbau zum Einsatz kommen und ob zusätzliche Maßnahmen wie eine Anhebung des Daches für eine größere Raumhöhe notwendig sind. Somit kann ein Dachgeschossausbau ein paar Tausend oder auch Hunderttausend Euro kosten.
Vorüberlegungen für einen geplanten Dachausbau
Als erstes – sprechen Sie uns an!
Wir haben guten Kontakt zu Experten in Sachen Bau. Dann können wir mit Ihnen gemeinsam erste Vorüberlegungen noch vor der Planungsphase anstellen.
Dazu klären wir mit Ihnen die folgenden Fragen:
Wie soll das ausgebaute Dachgeschoss genutzt werden?
Welche Dachform ist vorhanden und welche An- und Ausbaumöglichkeiten ergeben sich dadurch?
Welche Maßnahmen sind notwendig, um eine möglichst effektive Wärmedämmung zu erreichen?
Welche Arbeiten können selbst gemacht werden, was sollte lieber der Fachmann erledigen?
Müssen eventuell Genehmigungen beim Bauamt oder anderen Institutionen eingeholt werden?
Können Fördermaßnahmen für den Dachgeschossausbau in Anspruch genommen werden?
Für den Ausbau des Dachgeschosses gilt als Faustregel, dass für alle Leistungen, die mit der Statik des Hauses oder der Außenhülle zu tun haben, ein Experte hinzugezogen werden sollte. Ebenso gilt dies für alle Arbeiten rund um Elektrik sowie Heizungs- und Sanitärinstallation. Weniger erfahrene Heimwerker überlassen auch Wärmedämmung oder Fenstertausch dem Fachmann. Die weiteren Ausbauarbeiten wie Trockenbau oder die Gestaltung von Wänden und Böden können in Eigenleistung erbracht werden.
Beim Dachausbau oder Dachumbau gibt es also das Ein- oder Andere zu beachten. Aber es entstehen dann auch Räume mit tollem Flair.
Quelle: bauen.de
Kann man die Baufinanzierung auszahlen lassen?
Die Auszahlung der Baufinanzierung erfolgt auf verschiedene Arten. Bei einer Immobilienfinanzierung, wenn ein bereits erbautes Haus erworben wird, bezahlt die Bank die volle Kreditsumme (=Kaufpreis), sobald die Grundschuld eingetragen und der Kaufvertrag unterschrieben ist. Bei einem Neubau hingegen erfolgt die Auszahlung abhängig vom jeweiligen Baufortschritt.
Auszahlung bei einem fertigen Haus:
Die Bank überweist den vollen Kreditbetrag, wenn die Grundschuld eingetragen und der Kaufvertrag unterzeichnet wurde. Die Auszahlung erfolgt auf das Konto des Verkäufers.
Auszahlung bei einem Neubau:
Die Auszahlung erfolgt nach der Makler- und Bauträgerverordnung in Teilbeträgen abhängig vom Baufortschritt, wenn eine Baufirma beauftragt wurde. Bei Bauarbeiten in Eigenregie überweist die Bank immer einen Teilbetrag auf das Girokonto des Kreditnehmers. Wie eine Baufinanzierung ausgezahlt wird, ist somit davon abhängig, ob das Haus gekauft oder gebaut wird.
Wird die Immobilie von einem Bauträger errichtet, erfolgt die Auszahlung generell nach Abschluss eines sogenannten „Meilensteins“.
Wann ist eine Sondertilgung sinnvoll?
Eine Option auf Sondertilgung ist immer sinnvoll.
Eine Sondertilgung ist eine zusätzliche Zahlung bei einem Annuitätendarlehen. Diese wird in die Baufinanzierung eingebracht, um die Restschuld zu verringern und die Laufzeit zu verkürzen. Die Kreditnehmer zahlen also neben ihrer monatlichen Rate außerplanmäßig auf das Darlehenskonto ein. Sondertilgungen erfolgen außerhalb des von der Bank festgelegten Tilgungsplans. Im Vertrag ist festgelegt, wie hoch die zusätzliche Zahlung maximal sein darf. Die Höhe kann einmalig oder regelmäßig als feste Summe oder Prozentsatz des Baukredits festgelegt sein. Bspw. maximal 10.000 Euro im Jahr oder zwei Prozent der Restschuld. Nicht jede Bank bietet jede Option an. Sondertilgungen ermöglichen es, jedes Jahr mehrere Tausend Euro zusätzlich in den Baukredit einzuzahlen. Auf diese Weise wird nicht nur die Restschuld für die Anschlussfinanzierung reduziert. Auch die Laufzeit des Darlehens verkürzt sich und die Kreditnehmer sind früher schuldenfrei.
Das Gute bei Sondertilgungen – sie können genutzt werden, müssen aber nicht.
 
 

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