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Gefahr durch starken Frost

10 Feb 2021— 08:02 Uhr

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Aktuell erleben wir hier in der Wetterau die kälteste Woche des neuen Jahres und Tiefsttemperaturen wie vor zuletzt 10 Jahren.

Was uns und den Kindern viel Spaß macht, ist für unsere Gebäude eine große Gefahr.

Gerade im Winter steigt die Gefahr von Frostschäden an Wasserleitungen oder Heizrohren. Wasser erhöht nämlich sein Volumen beim Einfrieren auf neun Prozent, was den Druck im Leitungssystem ansteigen lässt und letztendlich leicht zu Rissbildungen oder zum Platzen der Rohre führen kann. Wer nicht richtig vorsorgt, muss unter Umständen die Schäden aus eigener Tasche zahlen.

Dabei können beträchtliche Schäden an der Gebäudesubstanz aber auch am Inventar entstehen. Das später aufgetaute Wasser vergrößert zudem oftmals die Schadenhöhe. In der Regel lassen sich solche Schäden mit einem passenden Versicherungsschutz abdecken.

Zweifache Absicherung

Eine Wohngebäudeversicherung kommt unter anderem für Schäden durch geplatzte, wasserführende Leitungen an Gebäudebestandteilen wie Wänden, Decken, Tapeten und Böden auf. Für entsprechende Schäden an Möbeln, Bildern, Teppichen, Elektrogeräten oder Kleidung ist dagegen die Hausratversicherung zuständig. Doch nur wenn der Hauseigentümer und die Bewohner das Risiko eines Frostschadens möglichst gering halten, wird der Schaden bezahlt.

Besonders gefährdete Räume und Gebäude

Es gibt Wohnräume und Gebäude, die ein hohes Schadenrisiko bei Frost haben. Dazu zählen zum Beispiel nicht beheizte oder leer stehende Häuser und Wohnräume wie Ferienhäuser, Gäste- und Arbeitszimmer, Keller, Vorrats- oder Abstellräume und Räume mit undichten Fenstern. Aber auch Außenanschlüsse und Abwasserleitungen wie Wasserhähne und Gartenwasserleitungen sind besonders gefährdet.


Zur Schadenverhütung in leeren Gebäuden empfiehlt es sich, alle wasserführenden und Einrichtungen abzusperren, zu entleeren und entleert zu halten. Bei Außenanschlüssen und Leitungen im Freien ist es sinnvoll, die Wasserhähne nach dem Entleeren geöffnet zu lassen, damit ein Anfrieren der Dichtungen verhindert wird.


Warm halten und kontrollieren

In den Versicherungs-Bedingungen wird unter anderem vorgeschrieben, dass Räume mit Leitungswasserrohren immer ausreichend beheizt werden müssen. Dies gilt nicht nur für Wohnräume, sondern auch für Keller und nicht genutzte Räume. In wenig oder nicht benutzten Räumen ist es ratsam, die Fenster verschlossen zu halten. Defekte Fenster sind zu reparieren. Wasserleitungen, Ventile und Wasserzähleranlagen können zusätzlich mit Schaumstoff, Holz- oder Glaswolle geschützt werden.


Wichtig ist eine regelmäßige Kontrolle der Leitungen. Eingefrorene Leitungen lassen sich schnell erkennen, da entweder kein Trinkwasser aus der Leitung fließt oder bei defekten Heizrohren, wenn die Heizkörper nur noch wenig oder keine Wärme mehr abgeben.

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