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Schutz der Serengeti

10 Jun 2022— 11:06 Uhr

Finanzaktiv sozial

Zoologische Gesellschaft Frankfurt:

COVID-19: Serengeti darf nicht sterben

Elefanten und Nashörner, Löwen und Geparden, Gnus, Zebras und Giraffen – sie alle sollen auch in der Zukunft weiter durch die Savanne streifen. Die Serengeti zu schützen, bedeutet Wildtieren und Menschen eine Zukunft zu geben.

Eine Zukunft für die Serengeti

Für Nationalparks wie die Serengeti in Tansania ist der Tourismus das finanzielle Rückgrat. Doch die Coronapandemie und die damit verbundenen Lockdowns und Reisewarnungen führten im Frühjahr dazu, dass die Touristen vom einen auf den anderen Tag ausblieben – und mit ihnen die Einnahmen für den Park.

Corona hat den Etat der tansanischen Nationalparkbehörde TANAPA über Nacht in Luft aufgelöst. Geld für Gehälter, Instandhaltung, Patrouillen und Überwachung: Es ist plötzlich sehr knapp. Rettungsschirm oder Kurzarbeitergeld: Davon kann in Afrikas Schutzgebieten nicht die Rede sein. Da ist die Serengeti keine Ausnahme, trotz ihrer Berühmtheit. 

Deshalb braucht die Serengeti jetzt unsere Hilfe.

Weniger Schutz – mehr Wilderei

Ranger und Parkangestellte bangen um ihre Jobs, die Nationalparkverwaltung kann die Kontrolle und Sicherheit der einzigartigen Tierwelt in die Serengeti nur noch schwer gewährleisten. Dabei ist eine zuverlässige und regelmäßige Überwachung gerade jetzt wichtig, denn sonst steigt das Risiko für Wilderei.

Schon jetzt legen Wilderer Drahtschlingen aus, um Tiere zu erbeuten. Das könnte in der nächsten Zeit noch sehr viel mehr werden. Einige Arten können in ihren Beständen stark dezimiert werden, seltene Arten sind gar in akuter Gefahr.

Mit starken Teams aus Rangern und Ex-Wilderern treten wir dieser Wilderei entgegen. Die „De-snaring“-Teams patrouillieren jeden Tag im Park, halten nach Schlingenfallen Ausschau und machen sie unschädlich. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. 

Mehr Patrouillen – besserer Schutz

In diesen schwierigen Zeiten sorgen wir als ZGF dafür, dass die Mitarbeiter des Serengeti-Nationalparks weiterarbeiten können, dass Rangerfahrzeuge einsatzfähig sind und ausreichend Benzin vorhanden ist. Unser Flugzeug ist häufiger in der Luft als sonst, um nach dem Rechten zu sehen.

Und wir kaufen Verpflegung und Ausrüstung für die Ranger, damit sie im Park auf Patrouille gehen können. 

Helfen Sie uns, die Serengeti dauerhaft zu schützen.

SPENDENKONTO
IBAN: DE63 5005 0201 0000 0800 02
BIC: HELADEF1822 

Ihre Hilfe kommt an!

Jeder Euro zählt, um Wildnis zu schützen. 

50 Euro

Verpflegung für Ranger 

75 Euro

Tankfüllung für ein Rangerfahrzeug 

180 Euro

Fernglas für Ranger 

250 EURO

Eine Stunde Überwachungsflug 

500 Euro

Satz neuer Reifen für ein Rangerfahrzeug

Schutz der Serengeti

Unser Herzstück seit bald 60 Jahren: Schutz einer einzigartigen afrikanischen Landschaft

 

Bernhard Grzimek und sein Sohn Michael legten Ende der 1950er-Jahre den Grundstein für die Naturschutzarbeit in der Serengeti. Foto: Okapia 

Die Große Migration der Gnus, Zebras und Thomson-Gazellen im Serengeti-Ökosystem ist die größte Huftierwanderung auf der Erde. Mit seinen stabilen Populationen von Raubtieren und charismatischen Tierarten wie Elefant, Giraffe und Nashorn ist der Serengeti-Nationalpark Weltnaturerbe.

Mit „Serengeti darf nicht sterben“ machten Bernhard und Michael Grzimek die Serengeti 1959 weltbekannt. Bis heute steht der Titel der mit einem Oskar ausgezeichneten Filmdokumentation für unser Ziel und unsere Vision. Der Schutz der Serengeti bleibt das zentrale Projekt unserer Arbeit in Afrika.

Wir arbeiten eng mit der tansanischen Behörde „Tanzania National Parks“ (TANAPA) zusammen und unterstützen den Serengeti-Nationalpark beratend, finanziell und logistisch in den Bereichen Parkschutz, ökologisches Monitoring und Parkmanagement. 

Was wir tun

Kampf gegen Wilderei
Um Elefanten, Nashörner und andere Wildtiere effektiv zu schützen, unterstützen wir die tansanischen Behörden bei Parkschutz und ökologischem Monitoring und stärken ihre Ermittlungsfähigkeiten zu Wildtier-Kriminalität. Wir arbeiten auch mit touristischen Unternehmern zusammen, die ein langfristiges Programm gegen die Wilderei mit Drahtschlingen finanzieren. Außerdem unterstützen wir das Management des an den Nationalpark angrenzenden Maswa-Wildschutzgebietes.

Die Vogelperspektive
Seit Bernhard und Michael Grzimek die Gnus der Serengeti zählten, sind zebragestreifte Flugzeuge ein Markenzeichen unserer Naturschutzarbeit. Im Serengeti-Nationalpark setzen wir ein Aufklärungsflugzeug, eine Aviat Husky, für regelmäßige Patrouillenflüge mit den leitenden Park-Rangern ein, sowie eine Cessna 182 für Transportflüge.

Naturschutz auf Achse
Mobilität ist ein Schlüssel zum erfolgreichen Parkschutz. Unsere Werkstatt in der Serengeti wartet und repariert den gesamten Fuhrpark des Nationalparks. Die Zeit in der Werkstatt kurz und die Zeit im Einsatz so lange wie möglich zu halten ist ein entscheidender Beitrag zum Schutz des Ökosystems. Die Werkstatt arbeitet auch bei der Verbesserung und Wartung des digitalen Funksystems des Parks mit.

Schutz der Serengeti-Nashörner
Wie in vielen Regionen Afrikas haben Wilderer in den 1990er Jahren die Spitzmaulnashörner in der Serengeti fast ausgerottet. Weil entschlossene Schutzmaßnahmen ergriffen wurden, wuchs die Population dieser gefährdeten Art jedoch wieder. Da die Bedrohung durch Wilderer weiterbesteht, unterstützen wir auch weiterhin die Überwachung und den Schutz des Bestandes dieser Tiere. Wir bilden Ranger für eine Spezialeinheit zum Nashornschutz aus, stellen Ausrüstung und Fahrzeuge und leisten logistische Unterstützung.

Community-Work
Die Menschen im Gebiet zu stärken ist ein zentraler Bestandteil unserer Naturschutzstrategie. Unser Serengeti-Projekt arbeitet Hand-in-Hand mit unserem Community-Projekt 

Serengeti-Ökosystemmanagement.

Serengeti-Ökosystemmanagement

Natur schützen – Menschen stärken

Das Serengeti-Ökosystem ist ein Mosaik aus Schutzgebieten und Gemeindeland. Im Jahresverlauf durchwandern Wildtiere das gesamte Gebiet. Der Schutz der Wildnis und die Förderung der nachhaltigen Entwicklung der Gemeinden gehen Hand in Hand.

Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt arbeitet mit den im Ökosystem lebenden Menschen zusammen, damit sie sich für seine Erhaltung engagieren und gleichzeitig auf nachhaltige Weise für ihren Lebensunterhalt sorgen können.

Die Einheimischen sind oft auf natürliche Ressourcen und Ökosystemleistungen angewiesen, aber Ressourcenübernutzung trägt zum Verlust von Biodiversität und Lebensraum bei.

Das Projekt Serengeti Ökosystemmanagement (Serengeti Ecosystem Management, SEMA) hat das Ziel, Alternativen für Gemeinden zu fördern, Einkommen zu verdienen und vom Naturschutz zu profitieren, und damit auch Anreize für die Erhaltung des Serengeti-Ökosystems zu schaffen. 

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Was wir tun

Die ZGF ist seit über 50 Jahren in der Serengeti aktiv. Wir arbeiten eng mit unseren Partnern vor Ort zusammen, um den Naturschutz über die Nationalparkgrenzen hinaus auszuweiten. Zu unseren Partnern gehören der Serengeti-Nationalpark, die tansanische Wildtierbehörde Wildlife Division, die Serengeti-, Ngorongoro- und Meatu-Distriktregierungen und das Tanzania Wildlife Research Institute.

SEMA verfolgt unterschiedliche Strategien, um den Erhalt des Ökosystems mit der Verbesserung der Lebensgrundlagen zu verbinden: 

Naturschutz-Genossenschaftsbanken
Armutsbekämpfung ist ein wichtiger Teil des Naturschutzes. Die ZGF unterstützt Naturschutz-Genossenschaftsbanken (Community Conservation Banks, COCOBAs). COCOBAs sind ein Spar- und Bankkreditmodell, das den Druck auf natürliche Ressourcen verringern und wirtschaftliche Chancen bieten soll. Mitglieder zahlen in die Bank ein und können im Gegenzug Darlehen aufnehmen, um naturschutzfreundliche Unternehmen wie Imkerei, Hühnerzucht und Baumschulen aufzubauen. Die ZGF wirkt beim Marketing und der Geschäftsentwicklung für Mitglieder in mehreren Bezirken rund um den Serengeti-Nationalpark mit. 

Gemeindebasiertes Management natürlicher Ressourcen
Die ZGF unterstützt lokale Dorfgemeinschaften darin, sich in die Erhaltung und Bewirtschaftung des Ökosystems einzubringen. Wildlife Management Areas (WMAs) sind Schutzgebiete, die von Dorfgemeinschaften auf ihrem Land eingerichtet werden, um ein Einkommen, etwa durch Tourismus, zu erwirtschaften. Die ZGF wirkte bei der Gründung von zwei WMAs im Serengeti-Ökosystem mit (Makao und Ikona) und unterstützt nun die Verwaltung und den Schutz dieser Gebiete.

Die ZGF ist auch an der Einrichtung von Waldschutzgebieten im Loliondo-Hochland beteiligt, die von den Dorfgemeinden verwaltet werden. Diese Wälder sind ein wichtiges Wassereinzugsgebiet und die Quellregion des Grumeti-Flusses, einer ganzjährigen Wasserquelle für Wildtiere in der Serengeti.

Naturschutz-Wettbewerb: Conservation for Development
Gemeinsam mit dem Serengeti-Nationalpark und den Distriktregierungen entwickelt die ZGF Mechanismen zur gerechten Leistungsverteilung und Wertschöpfung. Die „Serengeti Conservation for Development Challenge“ ist ein Weg, die Transparenz zu erhöhen. Der Wettbewerb belohnt Dörfer, die sich für den Naturschutz engagieren. 

Landnutzungsplanung
Die ZGF erarbeitet gemeinsam mit Dorfgemeinschaften und Distriktregierungen wissenschaftlich basierte Landnutzungspläne. Die partizipative Landnutzungsplanung unterstützt Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung, indem sie die Eigentumsrechte der Gemeinden stärkt, die Wertschöpfung aus der Nutzung natürlicher Ressourcen verbessert und Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren mindert.

Quelle: fsz.org

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