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Warum ist Vermögensaufbau so wichtig ist wie nie zuvor

06 Jul 2022— 03:07 Uhr

Warum ist Vermögensaufbau so wichtig ist wie nie zuvor

„Mama, gehen Oma und Opa mit uns in den Freizeitpark?“-“Nein, mein Schatz, das können die Beiden sich nicht leisten!“…..

….oder warum Vermögensaufbau so wichtig ist wie nie.

Bei dem kleinen Dialog oben handelt es sich übrigens nicht um einen Scherz. 

Dazu ein Auszug aus dem ARD Themenabend im Ersten: „Armut und Verschuldung“ aus diesem Frühjahr:

Kein Kaffee, kein Kuchen und kein Theater:

Altersarmut in Deutschland

Wer in Deutschland arm ist, hat weniger als 917 Euro im Monat. So hoch ist derzeit die so genannte Armutsgefährdungsschwelle. Unter dieser Schwelle findet man besonders häufig Arbeitslose und Alleinerziehende. Aber auch eine dritte Gruppe ist immer öfter betroffen: Viele Rentner leben in Deutschland an der Armutsgrenze, das zeigen aktuelle Zahlen.

Laut Statistischem Bundesamt waren im vergangenen Jahr 14,4 Prozent der über 65-Jährigen arm. Bei den Rentnern sind es sogar 15,6 Prozent. Und das ist ein Problem, sagt Johannes Geyer, Sozialexperte vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW): “Wer am Ende des Lebens arm ist, kann selbst an seiner Situation nicht mehr viel ändern. Und selbst wenn die Quote bei den Älteren im Vergleich zu Alleinerziehenden nicht mal halb so hoch ist, bedeutet es trotzdem, dass da jemand nicht mehr um die Runden kommt.”
Das sieht auch Dr. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes so: “Da braucht nur mal ein Kühlschrank kaputt gehen. Aber auch für Vergnügen reicht das Geld nicht. Kein Kaffee und Kuchen, kein Theater, keine Weihnachtsgeschenke für die Enkelkinder.” Und auch kein Besuch im Freizeitpark.

Ein weiteres Problem bei den armen Alten: Sie werden immer mehr. 2006 waren 10,3 Prozent der Rentner von Armut betroffen, heute sind es schon 15,6 Prozent. Das ist eine Steigerung von 51 Prozent. “Die Quote der altersarmen Rentnerinnen und Rentner hat so stark zugelegt wie in keiner anderen Bevölkerungsgruppe”, sagt Schneider. Die Gründe dafür sind komplex: Die große Arbeitslosigkeit nach der Wende und die Entwicklung der Renten in den letzten Jahren sind dabei sicher nur zwei Beispiele.

Besonders betroffen von Altersarmut sind Frauen und Witwen. Die Gründe dafür sind laut Ulrich Schneider eindeutig: “Frauen sind schlechter abgesichert, die Witwenrente ist nicht die volle Rente, die der Ehemann bekommen hätte und Frauen werden älter als Männer.” Aber auch lange Baby- und Erziehungspausen schlagen später auf dem Rentnerkonto zu Buche. Das ist unter anderem ein Grund dafür, dass die Armutsquote bei Rentnerinnen in Westdeutschland höher ist (16,9 Prozent) als bei Rentnerinnen in Ostdeutschland (13,4 Prozent), wo Frauen nach der Geburt für gewöhnlich früher wieder ins Arbeitsleben zurückgekehrt sind.

Keine Besserung in Sicht

Die Prognosen für die Zukunft sind schlecht. Das liegt aber nicht nur an den Niedriglöhnen jetzt, sondern auch an der Massenarbeitslosigkeit in den 90er Jahren um die Jahrtausendwende. Die Menschen, die damals keine Arbeit hatten, kommen bald in das Rentenalter. Generell werden Gruppen, die heute schon gefährdet sind, wohl auch in Zukunft von Armut im Alter bedroht sein.

Also: Sie müssen etwas tun!

Dazu kommen aktuell noch die Aus- und Nachwirkungen der Corona Krise. Sehr viele Menschen leiden bereits unter den Auswirkungen der Pandemie und viele werden noch unschuldig in den Ruin getrieben – auch jetzt noch, wo sie eigentlich überwunden scheint.  Unternehmen werden trotz Staatshilfen nicht bestehen können. Gastronomen werden ihre Betriebe geschlossen halten, auch wenn sie eigentlich wieder öffnen könnten. Menschen werden ihre sicher geglaubten Jobs verlieren und die Anzahl an Insolvenzen wird deutlich steigen.

Aber es wird weiter gehen.

Und dann gilt es, nicht nur bewusster zu leben, sondern auch noch gezielter für die Zukunft zu planen. Und dem wohl wichtigsten Gut des Lebens wieder mehr Respekt zu zollen: der Freiheit. Und dazu gehört auch, frei zu sein mit Blick auf die finanziellen Entscheidungen.

Wir helfen Ihnen dabei.

Sie haben Ihr Geld auf einem Sparkonto? Oder in festverzinslichen Anlagen mit hoher Sicherheit?

Dann tun Sie dieses wie Millionen andere Deutsche auch: Sie machen zu wenig aus Ihrem Geld. Die Deutschen waren und sind schon immer die Weltmeister im Sparen, andererseits ist Investieren in kaum einem anderen westlichen Land so ineffizient wie hier.

Schauen wir uns in diesem Zusammenhang doch mal die Sparquote (Quelle: Statista, Europäische Union: Bruttosparquote der privaten Haushalte in den Jahren 2019 und 2020 im Vergleich, aufgeschlüsselt nach Mitgliedstaaten) und das Median Vermögen (Quelle: Median Vermögen pro Kopf Weltweit, Credit Suisse 21) entsprechend an.

Das Median Vermögen ist, lt. Wikipedia, das mittlere Vermögen in einer Gesellschaft oder Gruppe, das bei der nach Höhe geordneten Gesamtmenge aller einzelnen Vermögen genau in der Mitte zwischen der reicheren und der ärmeren Hälfte liegt.

In 2020 lag die Sparquote in Deutschland bei 23,35%, das Median Vermögen bei 65.374 USD, wobei die Währung hier keine Rolle spielt, es geht um die Verhältnisse.

Zum Vergleich: Griechenland hatte eine Sparquote von 2,63% (in 2019 waren es noch minus 3,84%!) und ein Median Vermögen von 57.595. Also mit einem Bruchteil des Sparens fast das gleiche Vermögen wie die Deutschen.

Noch beeindruckender – im negativen Sinne – ist der Vergleich mit Luxemburg. Dort liegt die Sparquote bei 23,26%, also vergleichbar mit Deutschland. Das Median Vermögen liegt jedoch bei 259.889 USD. Also bei fast identischem Sparen fast viermal so viel Vermögen!

Warum ist das so? Unsere europäischen Nachbarn investieren deutlich mehr in Aktien und Anleihen. Währenddessen sind Aktionäre in Deutschland noch eine Randgruppe – es gibt sogar viel mehr Lottospieler als Menschen mit einem Depot.

Es ist an der Zeit, das zu ändern! Sprechen Sie uns dazu gerne an.

Denn – Geld macht nicht glücklich, aber permanent einem finanziellen Druck ausgesetzt zu sein, macht durchaus unglücklich.

(aus „Selfmade Aktionär“ von Christoph Kanzler)

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