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Investieren für Anfänger – Franks Guide über die Grundlagen des Investierens – Teil 2

24 Jan 2024— 01:01 Uhr

Unsere neue Video Serie zu den Möglichkeiten, Ihre finanzielle Situation entscheidend zu verbessern und für Ihren Ruhestand vorzusorgen.

Denn ist es gar nicht schwer, erfolgreich zu investieren und dadurch langfristig finanzielle Freiheit zu erreichen. Es gilt einige wenige, aber wichtige Punkte zu beachten. Frank Kesper als führender Berater für Vermögen aufbauen – verwalten – erhalten bei Finanzaktiv möchte Ihnen in unserer Videoserie aufzeigen, welche Punkte das sind, damit auch Sie erfolgreich in Aktien investieren und ein Portfolio aufbauen können.

In diesem Video geht es darum, warum es wichtig ist, die Grundlagen des Finanzmarktes und die unterschiedlichen Anlageklassen und -produkte zu kennen, um fundierte Finanzentscheidungen treffen zu können. Denn nur wer die wichtigsten Informationen in diesem Zusammenhang kennt, kann entsprechend handeln.

Gerne möchten wir Ihnen dieses komplexe Thema gern einfach und verständlich erklären, deshalb lassen Sie uns mit den Grundlagen beginnen:

Der Finanzmarkt

Finanzmarkt ist ein Oberbegriff für alle Märkte auf denen Finanzgeschäfte stattfinden, also beispielsweise Kredite vergeben, oder Finanzinstrumente wie Wertpapiere, Geldmarktmarktinstrumente, Devisen und andere finanzielle Vermögenswerte gehandelt werden. In Abhängigkeit von ihrer Fristigkeit werden Finanzmärkte in einen Geldmarkt (Instrumente mit Laufzeiten bis zu einem Jahr) und einen Kapitalmarkt (langfristige Schuldverschreibungen und Beteiligungskapital wie z. B. Aktien) untergliedert. Dabei können Finanzmärkte nach genau festgelegten Regeln funktionieren wie Börsen; Andere basieren auf Handelsgewohnheiten wie beispielsweise der freie Handel zwischen Banken (Over-the-Counter, OTC). Kredite werden von Haushalten und Unternehmen zumeist individuell bei Banken nachgefragt und die Bedingungen für ihre Vergabe einschließlich eines Kreditzinses vertraglich vereinbart. Banken wie auch Versicherer und Fonds zählen zu den Finanzintermediären, die das Geldkapital von Anlegern entgegennehmen und an Kapitalnehmer weitergeben oder den Handel zwischen Kapitalgebern und -nehmern erleichtern (bundesfinanzministerium.de)

Finanzmarkt
Quelle: finanzen.net

Es ist ein Ort, an dem Unternehmen und Regierungen Kapital aufnehmen und Anleger ihre Ersparnisse investieren können. Der Finanzmarkt wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Wenn es mehr Käufer als Verkäufer gibt, steigt der Preis, und wenn es mehr Verkäufer als Käufer gibt, fällt der Preis.

Die Anlageklassen

Anlageklassen
Quelle:parqet.com

Die bekanntesten Anlageklassen sind Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Immobilien. Jede Anlageklasse hat unterschiedliche Rendite- und Risiko-Eigenschaften.

Investieren in Aktien

Aktionär und erwirbt einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft (AG). Das Grundkapital ist ein Teil des Eigenkapitals der Aktiengesellschaft, das in viele Aktien zerlegt ist. Durch diese Zerlegung in Teile, die von verschiedenen Personen gekauft werden können, ist es einfacher, eine große Kapitalmenge aufzubringen.

Am einfachsten können Aktien erworben werden, die an einer Börse gehandelt werden, denn nicht alle AGs sind börsennotiert. Durch einen Kaufauftrag („order“) können Aktien gekauft werden. Kaufaufträge können entweder über eine Bank oder über einen sogenannten (Online-)Broker abgewickelt werden. Der Preis der Aktie wird auch „Kurs“ genannt und kommt durch Angebot und Nachfrage nach den Aktien zustande.

Aktien
Quelle: Wiener Börse

Vermögen baut der Aktionär auf, wenn der Kurs der Aktie steigt, nachdem er sie gekauft hat und die AG ihren jährlichen Gewinn (oder einen Teil davon) an die Aktionäre als so genannte Dividende ausschüttet.

Betrachtet man den Wertzuwachs und die Gewinnausschüttungen bei Aktien seit dem Jahr 1900, so haben Aktien im Schnitt pro Jahr 6,5 % Ertrag gebracht, deutlich mehr als Sparguthaben (0,6 % Ertrag pro Jahr).

Ein Investment in nur eine Aktie ist in der Regel nicht sinnvoll. Man sollte das „Risiko streuen“, d.h. nicht nur in Aktien investieren, und auch nicht nur in eine Aktie, sondern im Idealfall in mehrere Aktien verschiedener Unternehmen in verschiedenen Branchen in verschiedenen Ländern.

Der Preis der Aktie kann jedoch stark schwanken und es gibt keine Garantie dafür, dass man sein investiertes Geld auch zurück bekommt

Investieren in Anleihen

Im Wort Anleihe steckt das Wort „leihen“ – und genau darum geht es bei Anleihen.

Anleihen sind Schuldtitel, die von Unternehmen oder Regierungen ausgegeben werden, um Geld zu leihen. Wenn man eine Anleihe kauft, leiht man dem Aussteller Geld und erhält im Gegenzug regelmäßige Zinszahlungen. Am Ende der vereinbarten Laufzeit wird der geliehene Betrag zurückgezahlt und die Anleihe verfällt.

In der Fachsprache wird statt Anleihen häufig der englische Begriff Bonds verwendet – Government Bonds sind Anleihen, die von Staaten ausgegeben werden. Staatsanleihen haben die größte Bedeutung. Corporate Bonds sind Anleihen von Unternehmen. Weitere gebräuchliche Synonyme sind Schuldverschreibungen, Obligationen, Rentenpapiere und Zinspapiere.

Anleihen

Anleihen gelten im Allgemeinen als weniger risikoreich als Aktien, aber bieten in der Regel auch niedrigere Renditen.

Investieren in Rohstoffe

Der Markt für Rohstoffe wird meist in fünf Segmente aufgeteilt:

  • Edelmetalle (z.B. Gold, Silber und Platin)
  • Industriemetalle (z.B. Aluminium, Stahl und Zink)
  • Energieressourcen (z.B. Öl und Kohle)
  • Agrarische Ressourcen (z.B. Weizen, Zucker und Kaffee)
  • Fleisch- und Viehwirtschaft (z.B. Mastrinder und Schweinebäuche)

Was sind die Besonderheiten bei der Anlage in Rohstoffen?

Die Rohstoffpreise steigen in der Regel mit der Inflation, weshalb Rohstoff-Investments das Potenzial zum Inflationsschutz zugesprochen wird. Außerdem ist der Handel mit Rohstoffen nicht direkt vom Börsenklima abhängig, weshalb sie eine Absicherung gegen schwankende Aktienmärkte bieten sollen. Im Gegensatz zu Aktiengesellschaften erwirtschaften Rohstoffe jedoch keine Gewinne und erzeugen potenziell Lager- und Transportkosten. Eine Rendite können Sie mit direkten Investitionen in Rohstoffe also nur mit einer Spekulation auf Preisschwankungen erzielen.

Vorteile einer Investition in Rohstoffe sind also die Nicht-Abhängigkeit von den Finanzmärkten und dadurch die Möglichkeit, Schwankungen auf den Aktienmärkten abfedern zu können. Da die Rohstoffpreise mit der Inflation steigen, bieten sie potentiellen Inflationsschutz.

Nachteilig ist, dass die Rohstoffmärkte teilweise intransparent und schwer einzuschätzen sind. Außerdem erwirtschaften sie keine Gewinne, deswegen sind viele Investments reine Spekulation. Es wird auch immer wieder der Vorwurf erhoben, dass die Spekulation mit agrarischen Rohstoffen globale Nahrungskrisen verschärft.

Investieren in Immobilien


Darüber hinaus gibt es noch Immobilien. Sie bieten langfristige Renditen und können auch als Absicherung gegen Inflation dienen. Wo andere Geldanlagen an Beliebtheit verlieren, sind Immobilien als Kapitalanlage beliebter denn je. Das zeigt auch das Anlageverhalten der Deutschen: Zwar ist das Sparbuch nach wie vor verbreitet, doch Immobilien belegen laut Umfragen Platz 2 der beliebtesten Geldanlageformen in Deutschland.

Das ist nicht überraschend, denn das Betongeld hat viele Vorteile. Einerseits vermitteln Immobilien als Sachwerte ein gutes Sicherheitsgefühl, denn als gegenständliche Sachwerte können sie nicht gestohlen werden. Außerdem kann die Kapitalanlage auch gleichzeitig bewohnt werden. Neben diesen Gründen sprechen Inflationsschutz, Wertsteigerung und Steuervorteile für ein Investment in Immobilien.

Sie können jedoch sehr teuer sein und viel Arbeit und Geld erfordern, um sie instand zu halten

Die verschiedenen Anlageprodukte

Nun sollten wir uns die verschiedenen Anlageprodukte noch einmal genauer ansehen, also die spezifischen Investitionsmöglichkeiten in die eben genannten Vermögenswerte. Beispiele für Anlageprodukte sind Investmentfonts, ETFs, Zertifikate und Derivate. Jedes Anlageprodukt hat seine eigenen Merkmale, Kosten und Risiken.

Investieren in Investmentfonds und ETFs

Investmentfonds sind ein Pool von verschiedenen Anlagen wie z.B. Aktien oder Anleihen, die von einem professionellen Manager verwaltet werden. Durch den Kauf von Anteilen eines Investmentfonds kann man breit gestreut in verschiedene Anlageklassen investieren, was das Risiko minimiert. Investmentfonds haben jedoch auch Managementgebühren, die die Rendite reduzieren können.

ETFs (Exchange Traded Funds) sind Investmentfonds, die an der Börse gehandelt und passiv verwaltet werden, was bedeutet, dass der Fondsmanager das Portfolio nicht aktiv verändert. Sie erzielen in der Regel eine höhere Rendite als aktiv gemanagte Fonds und sind oft günstiger als Investmentfonds, da sie aufgrund ihrer passiven Verwaltung weniger Kosten haben.

Da Sie nun die Grundlagen kennen, können Sie besser einschätzen, welche Anlagen für Sie selbst in Frage kommen. Als konservativer Anleger, der auf regelmäßige Einkommen und niedrigere Risiken abzielt, würden Sie sich eher für Anleihen oder Investmentfonds entscheiden, während Sie als risikobereiterer Anleger, der auf höhere Renditen abzielt, eher in Aktien oder ETFs investieren würden.

Risikoklassen

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