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Klima-Sozial: Nachhaltig investieren mit Dimensional-Fonds

29 Nov 2023— 11:11 Uhr

Wie Sie mit einem Investment bei Dimensional auf Nachhaltigkeit setzen und dadurch messbar zur Lösung von weltweiten Klima- und Gesellschaftsproblemen beitragen

Nachhaltigkeit ist zu einem Kernbegriff geworden, der auch und gerade die globalen Kapitalmärkte betrifft. Für Privatanleger und Investoren steht nicht ausschließlich die Rendite im Fokus. Die ganz große Mehrheit, möchte wissen, wie das Geld verdient wird. Wie sehr leidet das Klima und wie steht es um Themen, wie Massentierhaltung, Kinderarbeit oder kontroverse Waffen. Dimensional verfolgt hier einen einzigartigen Ansatz.

Im Investment-Bereich wird der Begriff Nachhaltigkeit mit der Abkürzung ESG verknüpft. Diese steht für die englischen Begriffe Environmental (Umwelt), Social (Gesellschaft) und Governance (Unternehmensführung). Jene ökologischen, sozialen und unternehmerischen Faktoren integriert Dimensional in die eigene Anlagestrategie – und zwar systematisch, regelbasiert, transparent und messbar.

Für jeden Anleger ist klar erkennbar, welchen Beitrag er durch sein Investment leistet. Dieser Ansatz geht weit darüber hinaus, als mal eben in grünen Strom zu investieren. Dimensional steht auch beim Thema Nachhaltigkeit für datenbasierte und forschungsnahe Investmentarbeit, die die wichtigen Werte unserer Welt schützt und den Anleger zum Teil der Lösung werden lässt.

Wie der konkrete Nachhaltigkeitsansatz von Dimensional aussieht, welchen Einfluss dieser auf die Rendite hat, welche klimatischen und gesellschaftlichen Ziele dadurch erreicht werden und wie ein Nachhaltigkeits-Portfolio in der Praxis aussehen kann, darum soll es in diesem Artikel gehen.

ESG kurz erklärt – wie wird das Thema Nachhaltigkeit aufgeschlüsselt

Wie oben kurz beschrieben, verstecken sich die Begriffe Environmental (Umwelt), Social (Gesellschaft) und Governance (Unternehmensführung) hinter der Abkürzung ESG. Im Bereich der Umwelt werden Themen, wie Landnutzung, Artenvielfalt, Wassermanagement, Abfälle sowie Schadstoff- und Treibhausgas-Emissionen in den Investment-Prozess einbezogen.

Im Bereich Gesellschaft geht es um Ausschlüsse, die die Themen Tabak/Alkohol, Glücksspiel/Pornographie, Kinderarbeit, Massentierhaltung und kontroverse Waffen betreffen. Der Punkt Unternehmensführung betrifft die Wahrung von Aktionärsrechten, die Minimierung von Interessenkonflikten, Rechenschaftsverpflichtungen und die Einhaltung höchster Standards.

Dimensional versucht, im Sinne der Nachhaltigkeit und natürlich im Sinne der Investoren auf Unternehmen und Anleihegeber Einfluss zu nehmen, indem auf Missstände hingewiesen wird, Stimmrechte wahrgenommen, aber auch harte Interventionen vorgenommen werden.

ESG und Renditen – lohnt sich Nachhaltigkeit überhaupt

Eine wichtige Frage, die sich jeder Anleger stellen dürfte, ist die, ob Nachhaltigkeitsaspekte Auswirkungen auf die zu erwartende Rendite haben. Sind also Aktien und Anleihen von Unternehmen, die mehr Wert auf Nachhaltigkeit legen, rentabler? Oder hat das Thema Nachhaltigkeit vielleicht auch negative Auswirkungen auf die Aktienrendite?

Beide Szenarien könnten dazu führen, dass Anleger sich für oder auch gegen die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in den Investmentprozess entscheiden. Die Studienlage dazu ist sehr gemischt. Eine klare Aussage, dass ESG ein Rendite-Treiber wäre, lässt sich nicht treffen. Aber auch für gegenteilige Annahmen lassen sich keine belastbaren Hinweise identifizieren.

Es gibt erste Zusammenhänge, dass nachhaltig aufgestellte Unternehmen bei bestimmten Unternehmenskennzahlen die Nase vorn haben, ein Zusammenhang zu einer verbesserten Rendite lässt sich daraus aber (noch) nicht ableiten.

Konkrete Integration von Nachhaltigkeit in Dimensional-Fonds

Wie erfolgt nun die konkrete Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in den Investmentprozess bei Dimensional? Zunächst wird sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen ein einheitlicher Auswahlprozess angesetzt. Dieser Prozess wiederum wird auf drei Ebenen aufgeteilt.

Ebene 1 (portfoliospezifisch): Alle Titel, die es im Anlage-Universum gibt, werden nach ökologischen Gesichtspunkten bewertet (zu 85 % nach Emissionen und zu 15 % nach den restlichen oben genannten Umweltthemen). Die schlechtesten 10 % nach dieser Bewertung werden aus dem Anlage-Universum ausgeschlossen.

Ebene 2 (sektorspezifisch): Von den verbleibenden 90 % werden Emittenten mit besserem Emissionsprofil in jedem spezifischen Sektor übergewichtet (die schlechteren untergewichtet). Denn klar ist, dass ein Energie-Unternehmen immer mehr Emissionen hat als beispielweise ein Unternehmen der Gesundheitsbranche. Deshalb erfolgt hier eine sektorspezifische Gewichtung.

Ebene 3 (soziale Kriterien): Auf der dritten Ebene werden alle Emittenten ausgeschlossen, die sich aufgrund sonstiger Erwägungen sozialer Nachhaltigkeit disqualifizieren (z. B. kontroverse Waffen, Massentierhaltung, Kinderarbeit usw.)

Hoher nachweislicher Wirkungsgrad inkl. Praxis-Beispiel

Der gerade beschriebene Nachhaltigkeitsansatz von Dimensional erzielt in der Praxis trotz der relativ moderaten Ausschlüsse einen enormen Wirkungsgrad.

Bei Unternehmensanleihen konnten Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zum globalen Markt um 90 % gesenkt werden. Beim Emissionspotenzial aus Reserven (also bei der Einsparung fossiler Brennstoffe) konnte sogar eine 100%ige Reduzierung im Vergleich zum globalen Markt erreicht werden.

Bei Aktien ergibt sich ein ähnliches Bild. Hier wurden Treibhausgas-Emissionen um 75 % gesenkt und das Emissionspotenzial aus Reserve um 99 % reduziert.

In einem Praxis-Portfolio mit zwei Nachhaltigkeit-Fonds von Dimensional, das mit 60 % Aktien und 40 % Anleihen gewichtet wurde, ergibt sich im Vergleich zu einem Portfolio mit dem MSCI-World und einer Bloomberg-Barclays-Anleihe eine Emissionsreduzierung von 83 %. Bei den Reserven sind es wieder stolze 100 %.

Fazit: Robuster Investment-Ansatz mit Nachhaltigkeit vereint

Wenn Sie mit Ihrem Aktieninvestment stärker auf Nachhaltigkeit setzen wollen, dann bietet Ihnen Dimensional einen weiteren wichtigen Vorteil gegenüber dem Invest in klassische ETFs. Dimensional hat einen klaren, transparenten Prozess, um Nachhaltigkeit in die Anlageentscheidung einzubeziehen – und das mit knallhart messbaren Ergebnissen.

In weiterer Folge bleibt es bei einem soliden Investmentansatz, der wie gewohnt die gewünschte Assetklasse abbildet, aber dennoch mit moderaten Ausschlüssen einen hohen Wirkungsgrad hinsichtlich der Nachhaltigkeit erreicht.

Ein Praxis-Portfolio mit nur zwei Nachhaltigkeits-Fonds von Dimensional zeigt gegenüber einem klassischen ETF/Anleihe-Portfolio eine drastische Emissionsreduzierung. Jeder geneigte Anleger kann auf dieser Weise seinem eigenen Nachhaltigkeitsprofil gerecht werden, ohne dabei auf Rendite verzichten zu müssen.

Eine klare Aussage, dass ESG ein Rendite-Treiber wäre, lässt sich nicht treffen. Aber auch für gegenteilige Annahmen lassen sich keine belastbaren Hinweise in wissenschaftlichen Studien identifizieren.

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