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Warum teure Finanzprodukte problematisch sein können und welche Auswirkungen sie haben

21 Jul 2023— 01:07 Uhr

Warum teure Finanzprodukte problematisch sein können und welche Auswirkungen sie haben

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass ständig neue Anlageideen auf den Markt kommen, sich diese Finanzprodukte im Kern aber kaum unterschieden? Der Unterschied liegt oft in den Kosten.

Denn egal, ob Sie Ihre Anlageentscheidungen selbst treffen und umsetzen oder ob Sie einen Experten damit beauftragen: Stets fallen bei der Geldanlage Kosten an. Je höher diese Kosten sind, desto stärker schmälern sie Ihre Rendite – und erschweren damit das Erreichen Ihres Anlageziels.

Grundsätzlich fallen bei der Anlage in Wertpapiere die folgenden Gebühren an:

– Ausgabeaufschläge bis 6,5%

– Transaktionskosten bis 1,0%

– Depotgebühren bis 1,0%

– Kontoführungsgebührenbis 1,0%

– Fondsgebühr (fix und variabel)bis 3,0%

– fremde Spesenbis 0,2%

(Quelle: VZ Vermögenszentrum)

Daraus ergibt sich eine verwirrende Kostenvielfalt, die für Privatanleger, die darin nicht geschult sind, auf Anhieb meist nicht zu erkennen sind. Die Rechnung ist häufig kompliziert und für Anleger nicht nachvollziehbar, weil die Kosten unterschiedlich berechnet werden. Zudem fallen für verschiedene Produkte unterschiedliche Arten von Kosten an. Das macht den Vergleich schwer und zeitraubend.

Beispiel Fonds: Hier können eine Vielzahl von Kostenarten anfallen, die sich auf stattliche Beträge summieren. Einige Anbieter nehmen zusätzlich zu dieser festen Gebühr noch eine Erfolgsprovision.

Diese Kosten machen einige Produkte teuer als andere und sind für Anleger auch nicht immer eine echte Alternative.

Grundsätzlich machen überteuerte Finanzprodukte einen Vermögensaufbau nahezu unmöglich. Hier sind einige Gründe, warum teure Finanzprodukte möglicherweise nicht immer die beste Wahl sind:

Die Auswirkung auf die Renditeerwartungen

Die Rendite bezeichnet die Effektivverzinsung einer Anleihe und ist ein Maß für den Gesamterfolg einer Anleiheinvestition, der sich aus Zinskupons und ggf. Kursgewinnen zusammensetzt. Von der Konzeption her ist die Rendite gleichbedeutend mit dem internen Zinsfuß, der in der Investitionsrechnung Verwendung findet.

Vielfach wird zwischen der Bruttorendite und der Nettorendite unterschieden. Die Bruttorendite als Erfolgsgröße bezieht sich auf die Anleiheerträge vor Abzug von Steuern, sonstigen Kosten oder inflationsbedingten Wertminderungen. Die Nettorendite misst dagegen den Anlageerfolg unter Abzug bzw. Berücksichtigung dieser Größen.

Hohe Kosten und Gebühren können folglich die Nettorendite (und das ist der wichtigere Faktor) Ihrer Investitionen erheblich beeinflussen. Je mehr Sie für Finanzprodukte zahlen, desto mehr schmälern Sie potenzielle Gewinne. Langfristig haben diese Kosten erhebliche Auswirkungen auf die Rendite. Die Kosten sind sicher, die müssen Sie immer bezahlen, während Zinserträge und positive Kursentwicklungen oft ungewiss sind. Die Kostenbelastung ist eines der wichtigsten Kriterien zur Beurteilung von Anlageprodukten. Auch die glänzendste Wertentwicklung in der Vergangenheit und die rosigsten Prognosen für die Zukunft sollten uns nicht vom nüchternen Blick auf die Kosten abhalten.

Die Auswirkung auf den Nutzen

Oftmals stehen die Kosten von Finanzprodukten nicht im Verhältnis zu dem Mehrwert, den sie bieten. Teurere Produkte bedeuten nicht automatisch bessere Leistungen oder Ergebnisse. Die Frage ist immer, ob die zusätzlichen Kosten gerechtfertigt sind oder ob es nicht vielleicht eine kostengünstigere Option gibt. Und was für ein Anlagetyp Sie sind. Wollen Sie z.B. viele Transaktionen durchführen oder durchführen lassen? Die kosten im Zweifel immer viel Geld, und wie sagt so schön eine alte Börsenweisheit: „Hin und Her macht Taschen leer”.

Die Auswirkung auf den langfristigen Einfluss​

Auch scheinbar geringe Unterschiede in den Gebühren können sich über Jahre hinweg zu erheblichen Summen addieren und die langfristige finanzielle Situation beeinflussen. Legen Sie zum Beispiel 100.000€ mit einer Rendite von (optimistisch!) 7% über einen Zeitraum von 20 Jahren an, kann der Unterschied zwischen Kosten von 0,5% p.a. und „nur“ einem Prozent mehr, also 1,5% p.a., einen Unterschied von mehr als 60.000€ ausmachen!

Die mangelnde Transparenz

Teure Finanzprodukte sind manchmal mit versteckten Gebühren und Kosten verbunden. Selbst wenn Sie diese versteckten Gebühren im Angebot ausfindig machen, sind die Berechnungen häufig so dargelegt, dass es ohne Mathestudium schwierig wird zu evaluieren, was die Angaben für Ihre Rendite und Ablaufleistung bedeuten. Gleichzeitig kann von Ihnen schwerlich eine qualifizierte Einschätzung des Dargelegten erwartet werden. Hierfür bräuchten Sie ein fundiertes Wissen zu verschiedenen Formen von Geldanlagen oder Altersvorsorgeprodukten sowie Referenzwerte.

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